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ErlebeUrlaubsgeschichten im Weserbergland.

Gottfried Graf zu Pappenheim

Für einen General gibt es nichts Deprimierenderes und Langweiligeres als eine lange Belagerung. Noch schlimmer ist dies für einen verwegenen Reiterführer wie Pappenheim, der seine "Pappenheimer" kannte und für seine schnellen Attacken und kühnen Vorstöße berühmt war. Vor 400 Jahren bedeutete eine Belagerung: schwindende Vorräte, Tage und Nächte in nassen Schützengräben, ewige Routine eines immer gleichen Wachdienstes. Monatelang. In dieser Situation war Pappenheim 1630. Er sollte auf kaiserlichen Befehl im Weserbergland die Festung Pyrmont erobern. Mit 6000 Soldaten.

Die Festung, auf den ersten Blick nicht besonders imposant, hatte es in sich. Zwar nur mit etwa 400 Verteidigern besetzt, aber günstig zu verteidigen, weil in sumpfigem Gebiet gelegen und geschützt durch einen breiten Wassergraben. Und dazu äußerst raffiniert aufgestellte Kanonen, die einen Angreifer in vernichtendes Kreuzfeuer nehmen konnten. Da half kein Sturmangriff, Pappenheim musste belagern. Fast ein Jahr lang.

Aber es kam ihm eine glänzende Idee, um die Zeit für sich persönlich zu nutzen. Er hatte die typischen rheumatischen Beschwerden eines Frontsoldaten. Kein Wunder. "Im Feldquartier auf hartem Stein streck ich die müden Glieder", wie es in einem alten Soldatenlied heißt. Er ließ also einen Kurarzt aus Hameln kommen, den Dr. Bolman, der ihm riet, lauwarme Wannenbäder im heilkräftigen Pyrmonter Wasser zu nehmen.

Wie aber nun das Wasser in der hölzernen Wanne erwärmen, ohne die Inhaltsstoffe zu zerstören, insbesondere die schnell flüchtige Kohlensäure? Bolman fand die Lösung des Problems: Im Feldlager befand sich eine Vorrichtung, um Kanonenkugeln zu erhitzen, so eine Art Vorläufer der Brandbombe. Diese erhitzten Kugeln wurden vorsichtig in den Badezuber gegeben, bis die erwünschte Temperatur erreicht war. Pappenheim konnte nun seine "Belagerungs-Kur" machen.

Und Bad Pyrmont hatte eine neue Therapieform: Die "Pappenheimischen Kanonenkugeln".

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