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Landarzt mit Schalk und Schelm - Eduard Leitzen

Die Familie Leitzen stammt ursprünglich aus dem mecklenburgischen Neubrandenburg. Nach der Vertreibung während dem Dreißigjährigen Krieg, gelangte die Familie nach Stadtoldendorf. Aus der Familie herangewachsen ist Eduard Leitzen. Im November 1805 in Braunschweig geboren, besuchte er zunächst das Gymnasium. Später verließ er dieses und begann eine Apothekerlehre. Nach dem Staatsexamen fing er ein Medizinstudium an. 1836 promovierte Leitzen in München mit "summa cum laude". Bereits im Jahr 1840 zog der Arzt mit seiner Frau nach Stadtoldendorf. Als Herzoglicher Amtsphysikus betreute er Stadtoldendorf und die umliegenden Orte. Oft musste er weite Strecken mit Pferd und Wagen zurücklegen. Der Doktor besaß zwei Pferde. Ein Pony diente als Kutschpferd und kannte schon später die Wege allein. Das andere war ein Reitpferd, welches der Arzt bei nächtlichen Krankenbesuchen nutze. Eduard Leitzen war als Arzt und als Mensch sehr beliebt. Das Wartezimmer war stets voll. Auch die Familie Raabe zählte zu seinen Patienten. Dass Eduard Leitzen auch Humor hatte beweist folgende Geschichte: Auf seinen Fahrten über Land nahm er immer Arzneimittel mit, so u.a. auch Rizinusöl und Kognak. Sein Kutscher, dem das bekannt war, nahm ab und zu heimlich einen Schluck aus der Kognakflasche. Der Doktor, dem das nicht verborgen blieb, vertauschte eines Tages die Etiketten der beiden Flaschen und harte der Dinge, die da kommen mussten. Schon nach kurzer Zeit klagte der Kutscher über Übelkeit, und es stellten sich die uns allen bekannten Folgen ein. Man erzählt, das Doktor Leitzen neue Stiefel immer erst vom Kutscher "einlaufen" ließ, Er mochte kein enges und unbequemes Schuhwerk. Trotz seiner aufstrebenden Praxis wirkte Dr. Leitzen an vielen Projekten der Stadt mit. So auch dem Schulneubau (heute Rathaus), des Anschlusses an die Postlinie Braunschweig-Holzminden oder aber die Erneuerung der Holzrohre der Wellbrunnenleitung in Tonrohre. Im Jahr 1890 verstarb Eduard Leitzen. Wilhelm Leitzen, der vierte Sohn des Arztes, erwarb durch seine langjährige Tätigkeit in Argentinien ein beträchtliches Vermögen. In seinem Testament begründete er die "Charlotte-Leitzen-Stiftung". Der Großteil seines Vermögens sollte für die Stiftung verwandt werden. Nachdem Wilhelm Leitzen im Jahr 1914 verstarb und durch die Auflösung der argentinischen Vermögenswerte und der Inflation im Jahr 1923 blieben der Stiftung nur noch der Grundbesitz, das "Leitzenhaus" in Stadtoldendorf. Durch das Niedergehen der Familie Leitzen ging die Verwaltung der Stiftung an die Stadt Stadtoldendorf über.

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