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Original uns Kräuterweib aus Stadtoldendorf - Jule Johler

Im Gegensatz zur "Anneke Mey", der Skulptur am Bahnhofsberg, ist Jule Johler keine dichterische Erfindung, Sie lebte als Henriette Juliane Johler von 1822 bis 1910 in Stadtoldendorf. Jule Johler bewohnte als alleinstehende Frau ein kleines Zimmer im Stift "Zum heiligen Geist". Hier befand sich eine Falltür zu einem Kellerraum. Es führte keine Treppe hinab. So musste man sich mit Hilfe eines am Balken befestigten Strickes hinunter in den Keller, aber auch wieder hinauf schwingen. Beides tat sie lachend und mit vollem Humor noch weit über ihre 80 Jahre hinaus. In diesem Zimmer hatte Jule Johler auch ihr berühmtes Bett, das sie mit ihrem Kater "Itzig" teilte. Es türmten sich vier bis sechs unbezogene Oberbetten darauf. Besteigen konnte Sie es nur mit einer Leiter. Der Bettenberg reichte fast bis unter die Stubendecke. Zum Zudecken nutze sie eine einfache Wolldecke. Jule Johler lebte, als Tochter eines Tischlermeisters, bescheiden. Als Alleinstehende hatte die Kräutersammlerin mit einem Hohgerber aus Holenberg ein Liebesverhältnis. Aber es brachte ihr nur bittere Enttäuschung. Dennoch hatte sie zwei Söhne. Einer wanderte nach Amerika aus und der andere wurde als Tischlerlehrling ein Opfer des Schicksals. Seitdem hatte sich die Kräutersammlerin bis ins hohe Alter in den Dienst der Mitmenschen gestellt. Dieses Stadtoldendorfer Original sammelte auf den Wiesen und in den Wäldern Pilze, Beeren und vor allem Kräuter, die sie, in Krankheitsfällen um Rat gefragt, zur Linderung empfahl. Auch wurde ihr nachgesagt, dass sie das "zweite Gesicht" gehabt und Sterbefälle vorausgesagt habe. Zweifellos ist sie mit der Minchen Ahrens in Wilhelm Raabes "Altershausen" identisch. Der Stadtoldendorfer Künstler Walter Lüchow schaffte aus Sandstein eine Skulptur von Jule Johler. Diese steht noch heute in Stadtoldendorf und ist so ausgerichtet, das Jule Johler von ihrem Brunnensockel in die Keller - und Teichtorstraße hinunterblickt. Der im Sockel eingemeißelte Raabe-Spruch "Es ist so viel schönes Licht in der Welt" ist heute noch zeitgemäß.

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