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Rohstoff aus den Steinbrüchen rund um Stadtoldendorf - Roter Sandstein aus dem Weserbergland

Der Rote Sandstein prägt das Historische Weserbergland wie kein anderer.

Seit Jahrhunderten wird dieser in den Steinbrüchen rund um Stadtoldendorf abgebaut. Bereits im Mittelalter wurde der Sandstein als Baumaterial genutzt. Der Abbau erfolgte in Steinbrüchen.

Bevor man jedoch an die ertragreichen Gesteinsschichten gelangen konnte, musste zunächst die dreifache Menge aus Erde, Geröll und Gestein entfernt werden. Zuerst wurden für den Abtransport Wagen und Zugtiere genutzt. So konnten sich die Bauern zusätzlich Geld verdienen. Vom zentralen Holzmindener Steinhof, nahe dem Weserkai, wurden die Steine per Schiff in die Niederlande oder gar nach Übersee verschifft. Im 20. Jahrhundert setzte man bei dem industriellen Abbau schon Lorenbahnen ein.

Aber die Bevölkerung lebte nicht nur vom Abbau des Sandsteins. Oft betrieben die Steinbrucharbeiter eine Landwirtschaft im Nebenerwerb. Darüber hinaus gab es Handwerker wie Schmiede, Leineweber, Stellmacher oder Zimmerleute, die zur Versorgung der Steinbrecher und den Bauern die Materialien und Werkzeuge lieferten. Aus Gründen des Feuerschutzes wurden unter Carl I. von Braunschweig-Wolfenbüttel die Strohdächer abgeschafft und diese durch Sandsteinplatten ersetzt. Die Steine wurden hierfür zum Teil in Schleifmühlen mittels Wasserkraft geschliffen.

Den Dörfern, in denen die Bevölkerung vorwiegend vom Sandsteinabbau und Handel lebte, sieht man diese Geschichte deutlich an. Einer dieser Orte ist Arholzen. Entlang des Sandstein-Erlebniswanderwegs entdeckt man hier neben den Sandsteindächern auch Wandbehänge, Gehwegplatten und Mauern. Große historische Gebäude wie das Kloster Corvey oder aber das Zisterzienserkloster Amelungsborn wurden aus Sandstein errichtet. Bis heute tragen die vielen Steinbrüche zur Prägung der Landschaft in der Solling-Vogler-Region bei. Die ehemaligen Steinbrüche stehen zum Teil unter Naturschutz und bieten neuen Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere.

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